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Die Trauerkutsche – Aufwendige Trauerkultur oder umweltfreundliche Alternative?

trauergespannSpoga Frühjahr 2009 – Wir sind unterwegs und halten ganz geschäftig Ausschau nach umweltfreundlichen, nachhaltigen Produkten für Pferd und Reiter und plötzlich beibt unser Blick an einem wunderschönen Pferdegespann hängen. Neugierig nähern wir uns. Was wir zu sehen bekommen ist wirklich außergewöhnlich, denn es handelt sich um zwei restaurierte Trauerkutschen aus dem 19 Jahrhundert.Wir bleiben vor den beiden Kutschen stehen, tauschen unsere Eindrücke aus – ganz leise und ehrfürchtig. Im Gespräch mit dem Besitzer des Gefährts, einem Fuhrhalter aus Holland, erfahren wir, dass er diese beiden Kutschen in dreijähriger Arbeit aufwendig restauriert hat. Sie kommen etwa 20 mal im Jahr in ganz Holland zum Einsatz. Er zeigt uns Bilder aus einem Fotoalbum und wir kommen ins Gespräch…

Vor nicht allzu langer Zeit waren diese Kutschen noch weit verbreitet. Die ersten kommerziellen Bestattungsunternehmen gingen nämlich meist aus Fuhrbetrieben oder Sargtischlereien hervor. Heute findet man Trauerkutschen nur noch selten, denn Kutsche und Pferd wurden ja bekanntlich durch das Automobil ersetzt. Ein fürchterlicher Verlust, wie wir finden! Bestattung und Trauer scheinen heute ja nur noch selten über pragmatische Routine hinauszugelangen. Es sind eingespielte funktionale Abläufe, die unseren Umgang mit dem Tod weitgehend bestimmen.

Mit den Grabsteinen und der Erinnerung scheint auch die Trauer aus dem öffentlichen Leben zu verschwinden. Aufwendige Zeremonien wirken wie Relikte aus vergangenen Epochen, die allenfalls noch bei Staats- oder Prominenten-Begräbnissen ihre Wirkung entfalten. Unübersehbar sind im Verlauf des 20. Jahrhunderts jene Formen feierlicher Trauerkultur immer weiter zurückgedrängt worden, die im bürgerlichen 19. Jahrhundert entfaltet worden waren.

Der „einfache Abtrag“, wie die Bestattung ohne Feier im Branchenjargon heißt, wird immer häufiger.

Da setzt eine Bestattung mit der Trauerkutsche ein deutliches Zeichen: Weg von einer zunehmend funktionalen Routine, von einem Abschieben der Trauer „hinter die Kulissen“ und hin zur Individualität. Nebenbei ist dies sogar noch ein Beitrag zum Umweltschutz.

Vieleicht ist dies ja auch eine Alternative, die für Sie in Betracht kommt? Bestattungsunternehmen mit derartigem Angebot gibt es mittlerweile wieder einige.

Autor:

Patricia C. Thompson

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Diskussion

Ein Kommentar für “Die Trauerkutsche – Aufwendige Trauerkultur oder umweltfreundliche Alternative?”

  1. In den Vereinigten Staaten gibt es auch heute noch aufwändige Trauerfeiern, z.B. beim Tod von Feuerwehrmännern, Polizisten, auch da werden noch Trauerzüge (wohl nicht mit Trauerkutschen) veranstaltet, um die Toten zu ehren. Ich glaube, auch in New Orleans gibt es solche Trauerzüge noch…

    Weiß da jemand mehr zu?

    Gruß
    Marcus

    Veröffentlicht von Marcus | 23.02.2009, 11:04

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Latest on 16.10.2009, 08:56

Redaktion: Google macht`s möglich: http://www.sportpferde-fohlen.de

Manu: Kann mir jemand sagen ob Hannelore Weber auch eine Webseite mit Verkaufspferden hat

Haresorie: Hi, Congratulations to the site owner for this marvelous work you've done. It has lots of useful and interesting data.

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