Berlin – Der Freistaat hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der bedeutendsten Pferdeländer Deutschlands entwickelt. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin sagte, haben Zucht, Sport und Haltung von Pferden deutlich an Bedeutung gewonnen. Seinen Angaben zufolge werden heute bayernweit rund 120 000 Pferde gehalten, etwa zwei Drittel davon stehen auf insgesamt 15 000 landwirtschaftlichen Betrieben. Die gesamte Wertschöpfung, die mit der Züchtung, Haltung, Versorgung und Ausrüstung von Pferden in Bayern erzielt wird, bezifferte er auf annähernd 300 Millionen Euro pro Jahr. Die Pferdehaltung sichert damit rund 30 000 Arbeitsplätze in Landwirtschaft und Gewerbe. Das Pferd ist damit laut Brunner ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum.“Die derzeit etwa 8 700 bayerischen Pferdezüchter betreuen mehr als 50 verschiedene Rassen. Auf der Grünen Woche in Berlin steht diesmal das Süddeutsche Kaltblut im Mittelpunkt. Die kraftvolle und nervenstarke Pferderasse wurde früher zur Arbeit in Feld und Wald eingesetzt, heute findet sie vor allem in der Brauchtumspflege Verwendung. Weltberühmt sind die Brauereirösser auf dem Münchner Oktoberfest, aber auch die Zugpferde der oberbayerischen Leonhardi-Prozessionen oder die Kötztinger Pfingstreiter sind weit über die weiß-blauen Grenzen hinaus bekannt. Während die Kaltblüter vor einigen Jahrzehnten noch in ihrem Bestand bedroht waren, setzen heute über 1 400 Pferdezüchter auf diese Rasse. Mit 26 Kaltblütern schickt der Freistaat die größte Pferdekollektion aller Bundesländer nach Berlin. Sie sollen nicht nur bei der 6. Bundesschau für Kaltblüter punkten, sondern auch für das Pferdeparadies Bayern werben. „Mit unserem kaltblütigen Auftritt wollen wir den Messebesuchern zeigen, dass sich ein Besuch im Pferdeparadies Bayern immer lohnt“, sagte der Minister.
Autor:
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Pressesprecher Alfons Kraus
Tel. 089 2182-2216 / Fax 089 2182-2604
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