Leipzig (fn-press). Der Niederländer Ysbrand Chardon hat in Leipzig die siebte und letzte Weltcup-Qualifikationsprüfung der Vierspännerfahrer vor dem Finale in Göteborg (19. bis 22. Februar) gewonnen. Dank eines rasanten, fehlerfreien zweiten Umlaufs gelang dem amtierenden Weltmeister der Sieg vor Daniel Würgler (Schweiz) und dem Schweden Fredrik Persson. Im Weltcup-Zwischenstand zieht Chardon damit mit dem bis dahin führenden Jozsef Dobrovitz (Ungarn), der in Leipzig nicht am Start war, gleich. Mit jeweils 27 Punkten nehmen beide gemeinsam die Spitzenposition ein.Alle Vorurteile gegen “langsame Schweizer” wurden in Leipzig im ersten Umlauf der mit sieben Paaren besetzten Weltcupqualifikation von Daniel Würgler widerlegt. In nur 113,76 Sekunden bewältigte der Ettinger mit seinem Schimmelgespann den Normalparcours und setzte sich damit unangefochten an die Spitze. Der spätere Sieger Ysbrand Chardon musste sich dagegen wegen kleiner Unstimmigkeiten an der “Sparkassen-Brücke” zunächst mit Platz zwei begnügen (118,42 Sekunden). Im Stechen allerdings ließ er seinem Schweizer Konkurrenten keine Chance. Mit nur 105,87 Sekunden war er mehr als acht Sekunden schneller als Würgler, der mit einem Gesamtergebnis von 227,71 Sekunden Platz zwei belegte. Chardon benötigte 224,29 Sekunden. Dritter Teilnehmer im Stechen war der Schwede Fredrik Persson, der in beiden Umläufen je fünf Strafsekunden für einen Abwurf hinnehmen musste und auf ein Gesamtergebnis von 238,42 Sekunden kam.
Knapp das Stechen verpassten Perssons Landsmann Tomas Eriksson (124,02/Platz vier) sowie der Niederländer Koos de Ronde, Sieger der vorletzten Weltcupqualifikation im belgischen Mechelen. Zwar hatte dieser mit seinem Scheckengespann die zweitschnellste Zeit im ersten Umlauf vorgelegt, doch dabei zwei Fehler kassiert (124,37/Platz fünf).
Die beiden deutschen Teilnehmer an der Weltcupprüfung in Leipzig belegten vor heimischem Publikum die Plätze sechs und sieben. Der sächsische Lokalmatador Steffen Scholz aus Langenbernsdorf wurde Siebter (126,72) hinter Christoph Sandmann aus Lähden (125,58 Sekunden). Der Vorjahressieger im Weltcupfinale und Mannschafts-Vizeweltmeister musste in der Weltcupprüfung am Sonntag auf sein bewährtes Stangenpferd Rambo verzichten. Der 15-jährige Wallach war am Freitagabend nach der Qualifikationsprüfung auf dem Weg in den Stall aus noch ungeklärter Ursache gestorben. Das Pferd befindet sich zur Obduktion in der Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig.
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