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Medizin

Fort Dodge Animal Health stellt den ersten Impfstoff gegen das gefährliche West-Nil-Virus auf dem europäischen Kontinent zur Verfügung.

westnileWürselen, 10. Oktober 2008 – Fort Dodge Animal Health gibt bekannt, dass der Impfstoff gegen das West-Nil-Virus in Kürze von der europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) zugelassen wird. Die Zulassung wird gegen Ende des Jahres erwartet. Der Impfstoff wurde im eigenen Forschungsunternehmen entwickelt.  Die Bekanntgabe erfolgt zeitgleich mit der Meldung des Istituto Zooprofilattico Sperimentale dell’ Abruzzo e. del Molise (IZS) in Teramo, Italien, dem italienischen Referenzzentrum für exotische Tierseuchenerreger. Von dort wurde ein Ausbruch des West-Nil-Fiebers bei Pferden in Stallungen im Norden der Provinz Ferrara bestätigt. Es sollen etwa 20 Pferde erkrankt sein.
Fort Dodge hat als erstes Unternehmen einen Impfstoff entwickelt und zur Zulassung geführt, um Pferde vor dieser potenziell letalen Krankheit zu schützen. Auf dem Höhepunkt der Virusepidemie im Jahr 2002, bei der 15.000 Pferde betroffen waren, war dieser inaktivierte Vollvirusimpfstoff das einzige zur Verfügung stehende Mittel. Seitdem konnte laut Angaben des US-amerikanischen Landwirtschaft-Ministeriums, dem U.S. Department of Agriculture, bei Pferden ein Rückgang der Infektionen mit dem West-Nil-Virus um 70% verzeichnet werden. Heute gilt das West-Nil-Virus in allen Teilen Nordamerikas als endemisch.

Helen Barnes, Business Managerin Equine bei Fort Dodge EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika), erklärt, dass „die Krankheit in Europa eine zunehmend ernste Bedrohung für Pferde darstellt, wie sich an den jüngsten Beispielen der WNV-Infektionen in Italien abzeichnet. Die Folgen einer massiven Verbreitung der Krankheit wären verheerend, da unter Pferden nur eine sehr geringe natürliche Immunität vorhanden ist. Der Ausbruch der Infektion in Ferrara, wo die Krankheit zur gleichen Zeit auch bei einem Menschen diagnostiziert wurde, kam aus heiterem Himmel. Bis zu diesem Zeitpunkt glaubten die Pferdebesitzer in Europa vermutlich, die Krankheit böte keinen Anlass zu Besorgnis. Die Meldung vom Ausbruch der Viruserkrankung bei Pferden und Menschen gleichzeitig deckt sich mit den Angaben aus den Vereinigten Staaten. Veränderte Umweltbedingungen wie globale Erwärmung und starke, anhaltende Regenfälle könnten zu idealen Brutstätten für Stechmücken führen, womit die Herausforderung, die diese Krankheit mit sich bringt, deutlich ins Bewusstsein gerufen wird“, erläutert Helen Barnes weiter.

Das Unternehmen besitzt weitreichende Kenntnis über die Krankheit und die Bedeutung von Impfmaßnahmen. In den USA ist der Impfstoff von Fort Dodge zur Bekämpfung des WNV das von Tierärzten am häufigsten verabreichte Mittel. Dieses Wissen und Verständnis über die anstehende Bedrohung der sich zunehmend verbreitenden Krankheit soll in ganz Europa durch Zusammenarbeit mit den europäischen Regierungsbehörden, der EU-Kommission und den Tierärzten weitergegeben werden.

Informationen zum West-Nil-Virus
Beim West-Nil-Virus handelt es sich um ein von Stechmücken übertragenes Arbovirus. Zu den in Europa vorkommenden Stechmückenarten zählen die Culex, Aedes und Anopheles. Übertragen wird das Virus durch Kontakt zu infizierten Vögeln. Man geht davon aus, dass die Krankheit ebenfalls von Zugvögeln während ihrer Wanderungen übertragen wird. Die durch Mückenstiche auf Säugetiere und den Menschen übertragbare Krankheit führt bei Vögeln zu einer sehr hohen Letalität.

Bei Pferden lässt sich die Präsenz des Virus besonders gut erkennen, da sie klare Symptome aufweisen, darunter auch neurologische Erkrankungen wie Enzephalitis. Die Krankheit hat eine Inkubationszeit von 5 bis 15 Tagen. Bei Pferden mit klinischer Erkrankung führt die Infektion bei bis zu 40 Prozent der Tiere zum Tod. Für die Erkrankung mit dem West-Nil-Virus gibt es keine Heilung. Dank aggressiver Behandlungsmethoden können die Pferde überleben, manche tragen jedoch irreversible neurologische Schäden davon.

Bei Menschen verläuft die Infektion in über 80 Prozent der Fälle mit dem WNV asymptomatisch oder mit nur leichten Symptomen, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen.  In Einzelfällen treten ernsthafte neurologische Symptome auf.  Die Krankheit kann weder von Pferd zu Pferd noch von Pferd zu Mensch übertragen werden, da sowohl Mensch als auch Pferd als Fehlwirte für das Virus eine Sackgasse bilden.

Autor:

flemmkomm
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Manu: Kann mir jemand sagen ob Hannelore Weber auch eine Webseite mit Verkaufspferden hat

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